Junge Leute zeigen Interesse an ökologisches Bauen!

 

Im Rahmen des Projektes „Ökologisches Bauen“, besuchte die 8. Klasse mit 18 Schülern und den Lehrern Martha Schrader und Dominique Pierre am 27. Mai 2013 die Fa. Sommer Passivhaus GmbH in Erkelenz.

Das Projekt läuft über die deutschsprachige Internetplattform „Sonnentaler“ und wird über die Freie Universität Berlin als Zentrum für Schulkooperation geleitet. Die Seite bietet Unterrichtseinheiten, Ideen, Hintergrundwissen und vieles mehr zur Förderung der Naturwissenschaftlichen Bildung. Ein vorausgegangenes Thema behandelte den Klimawandel. Das aktuelle Thema behandelt die ökologischen Aspekte des Bauens und Wohnens unter dem Oberbegriff: „Mein Haus, mein Planet und ich“!

Europaschule Erkelenz zu Gast bei Fa Sommer Passivhaus GmbH

Europaschule Erkelenz zu Gast bei Fa Sommer Passivhaus GmbH

(Bild: Fa Sommer Passivhaus GmbH)

 

Das Projekt läuft als internationale Zusammenarbeit mit dem College Les Aiguerelles in Montpellier, Frankreich. Herr Sommer, Geschäftsführer der Fa Sommer Passivhaus GmbH, stellte den  Schülern und Lehrern anhand einer Power Point Präsentation ein Passivhaus vor, warum es ohne herkömmliche Heizung auskommt, sehr wenig zusätzliche Wärmeenergie benötigt und welchen ökologischen Stellenwert es damit für den Klimawandel und Energiebedarf hat. Ein Film zeigte auch wie so ein Haus entsteht. Bauteile der Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Luftleitungen, Wärmedämmung usw. wurden als Anschauungsmaterial vorgestellt. Die Schüler stellten interessiert Fragen. Neben der Theorie gab es am 1. Juli die Möglichkeit ein bewohntes Passivhaus zu besichtigen. Die Klasse kam mit einer Abordnung von 10 Schülern und 2 Lehrern. Dieser „praktische“ Teil im Rahmen des Projektes ist sicher ein ganz wichtiger Punkt. Einmal selbst zu erleben wie es sich in so einem Haus anfühlt, wie das Raum- und Wohlgefühl ist sollte man erfahren haben. Die Skepsis, ein Haus ohne herkömmliche Heizung zu bewohnen ist natürlich zunächst einmal vorhanden. Seit dem ersten Besuch bei der Fa. Sommer Passivhaus GmbH sind 5 Wochen vergangen. Die Schüler haben die Zeit genutzt um das Thema im Unterricht weiter aufzuarbeiten. Für die Hausbesichtigung am 1. Juli wurden Fragen gesammelt. Die Schüler wollten z.B. wissen, in was für einem Haus die Bewohner vorher wohnten, wie es mit der Temperaturregelung funktioniert, wie das Temperaturniveau im Sommer ist, ob die Fenster geöffnet werden können usw. Während der etwa 1 stündigen Hausbesichtigung konnten sich die Schüler und Lehrer selbst einen Eindruck verschaffen, wie es sich in einem Passivhaus „anfühlt“. Es gab noch einen Wunsch. Neben der Theorie und der Hausbesichtigung im Sommer, möchte die Schulklasse auch wissen wie es sich im Winter in einem Passivhaus lebt. Dafür wird eine weitere Hausbesichtigung mit der Klassenlehrerin  vereinbart.

Dass bereits seit über 20 Jahren Passivhäuser in Deutschland und auch weltweit gebaut werden zeigt, das ist der richtige Weg in die Zukunft. Viele Fördermaßnahmen unterstützen die Umsetzung und bieten genügend Anreize immer mehr Passivhäuser zu bauen. Ein weiterer wichtiger Meilenstein in Richtung unabhängig von Energieversorgern  zu werden, ist die Möglichkeit Strom zu speichern. Seit Mai 2013 gibt es Fördermaßnahmen die Investitionen in Photovoltaikanlagen ohne Einspeisung ins Netz wieder interessant machen.

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