Als Flachdach werden Dachflächen mit einer Neigung unter 5° bezeichnet, die Anstelle einer Dachdeckung eine Dachabdichtung aufweisen. Sie sollten mit einem Mindestgefälle von 2% ausgeführt sein.

 

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Bilder: Zimmermann,
Grafik: Frauenrath

 

Bei den 60er-Jahre-Bungalows erweisen sich Flachdächer oft als Schwachstelle. Der Grund waren Material- und Verarbeitungsfehler. Eine dauerhafte Dichtigkeit konnt nicht garantiert werden.

Das ist heute, gut 50 Jahre später, ganz anders. Die Konstruktion, aber vor allem die Materialien und eine sorgfältig ausgeführte und überwachte Verarbeitung sind der Grund warum sich viele Bauherren bedenkenlos für ein Flachdach entscheiden können. Heute ist ein Flachdach pracktisch, preiswert und technisch ausgereift. Moderne technische Lösungen haben es zu einer ebenbürtigen Alternative zu anderen Dachformen gemacht. Und es passt in die zeitgenössische und gradlinige Architektursprache, genauso wie zu einem Passivhaus.

In den Bauzeitschriften und Magazinen für Architektur könnte man den Eindruck gewinnen, jeder zweite Neubau ist ein Kubus. Die überwiegende Mehrheit der Bauherren entscheidet sich immer noch für ein Dattel- oder Pultdach. Was letztentlich gebaut werden darf, entscheiden oft die Behörden und legen eine Dachform fest die in die ortsübliche Bebauung passt. Das ist auch der Grund warum noch nicht viel mehr Flachdächer auf den Neubauten zu sehen sind. Denn Bauherren würden es gerne so ausführen.

Praktisch ist ein Flachdach allemal. Lässt es sich doch optimal nutzen da es keine Schrägen gibt. Ist es bepflanzt, entscheit man sich für Umweltschutz und verbessert die Energiebilanz. Eine Dachbegrünung ist auch hervorragend in Kombination mit einer Photovoltaikanlage geeignet.

 

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Bilder: Gerlich, Zimmermann

Wie bei allen anderen Bauteilen der passivhaustauglichen Gebäudehülle, sind auch die Dächer besonders gut vor Wärmeverlusten zu schützen. Sehr gute Dämmung, Wärmebrückenminimierung und Luftdichtheit , erfordern eine sorgfältige Planung und Ausführung.

Was bleibt, ein Flachdach ist immer noch eine anspruchsvolle Sache. Enge Abstimmung und Zusammenbarbeit mit PLaner, Bauherr und Verbarbeiter gewährleisten, dass das Dach zuverlässig seine Schutzfunktion erfüllt.

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