Dramatische Werte gemessen!

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Grafik: Sommer Passivhaus GmbH

 

Erstmals in der Geschichte der Menschheit wurde der Tagesdurchschnitt von 400,03 ppm CO² von Behörden für Ozeanologie und Atmosphärenforschung in einer Messstation in Hawaii gemessen. „Wir bewegen uns in einem gefährlichen Bereich“, sagte der Leiter des kalifornischen Forschungsprogramms Ralph Keeling, dem Sender CBS News.

Der Leiter des Earth System Science Center an der Penn State University, Michael Mann, äußerte sich ähnlich besorgt über das Tempo, mit dem die CO²-Konzentration in der Erdatmosphäre steigt. Lebewesen könnten sich an langsame Veränderungen ihrer Lebensbedingungen anpassen, bei dieser rasanten Veränderung sei dies aber nicht zu erwarten.

Mann führte aus, die Wissenschaft gehe davon aus, dass die CO²-Konzentration in der Erdatmosphäre zuletzt vor mehr als zehn Millionen Jahren so hoch gewesen sei. Damals sei es auf der Erde heißer gewesen und die Meeresspiegel hätten dutzende Meter über den derzeitigen gelegen.

Der Wissenschaftler Jelle Bijma vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven geht davon aus, „dass wir die 500ppm-Marke voraussichtlich in diesem Jahrhundert knacken, wenn die Politik nicht endlich aktiv wird“, zitierte das Online-Magazin „klimaretter.info.“ den Wissenschaftler.

Seit 1958 messen Wissenschaftler die CO²-Konzentration in der Luft von der Station Mauna Loa auf Hawaii aus. Es ist die älteste Kohlendioxid-Messstation der Welt. Als die Untersuchungen dort begannen, lag der CO²-Wert noch bei 317 ppm.

Die Chemie der Meere verändert sich in einigen Teilen des Nordpolarmeers durch den CO² Eintrag schon rapide. Insgesamt werde durch die Zunahme des Kohlendioxidgehaltes in der Luft mehr Kohlensäure im Meer erzeugt. Weltweit sei mit einem Anstieg des Säuregehaltes in fünfzig Jahren um 30 Prozent zu rechnen.

Quellen: Deutsche Welle GD/uh (dpa, afp)

 

Von den derzeit etwa 7 Milliarden Menschen beanspruchen ein Sechstel d.h. ca. 1 Milliarde Menschen, für sich den gesamten weltweiten Energie- und Rohstoffverbrauch, da sie im sog. Wohlstand leben und Hauptverursacher des Treibhauseffektes sind. Der Klimawandel und sein Einfluss auf das bestehende Ökosystem zeigen durch jährlich wiederkehrende Naturkatastrophen, dass ein steigender Verbrauch weit reichende Folgen hat.

Was können wir hier selbst tun?

Dazu einige Textauszüge aus der Einleitung vom Buch „Passivhäuser“, Planung – Konstruktion – Details – Beispiele   2. Auflage.  Geschrieben von Adolf-W. Sommer

Neue innovative Wege – und nicht die Einschränkung des Wohlstands – sollen das Ökosystem und den Klimawandel positiv beeinflussen. Etliche Industriezweige handeln bereits verantwortungsbewusst und setzen wissenschaftliche Erkenntnisse sowie modernste Technologien zur effektiveren Nutzung von regenerativen Energien und zur Umweltentlastung ein. Innovationen im Baugewerbe ermöglichen längst den Bau von Häusern, die mit 3 L Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche ein ganzes Jahr beheizt werden können.

Energiesparendes Bauen und Wohnen ist unabdingbar und wird immer bedeutungsvoller, da es die Schonung der Energieressourcen, die Minderung der Emissionen und die Verringerung der Gefahr der Klimaveränderungen zum Ziel hat.

Hauptaugenmerk liegt hier auf dem größten Endenergieverbrauch durch Raumwärme und Warmwasserbereitung. Sie machen etwa 70% bzw. 13% aus. Die Bauweise nach heutigem Standard der Energieeinsparverordnung weist mit weniger als ein Drittel des Heizenergieverbrauchs eine deutliche Verringerung gegenüber dem älteren Wohnhausbestand auf. Im Vergleich des Heizenergieverbrauchs eines Passivhauses von maximal 15 kWh/m² a mit dem herkömmlicher Einfamilienhäuser zeigt sich, dass mit dem Verbrauch eines herkömmlichen Altbaus mehr als 18 Passivhäuser beheizt werden könnten.

Der niedrige Energieverbrach eines Passivhauses basiert auf einzelnen bautechnischen Komponenten, die so aufeinander abgestimmt sind, dass entweichende und damit verloren gehende Wärme auf ein Minimum reduziert wird. Zeitgleich werden die im Haus ohnehin anfallende Wärme und das einfallende Sonnenlicht maximal genutzt. Das ganze kombiniert mit einer Komfortlüftungsanlage die stets für behagliche Luftqualität sorgt.

 

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