Starker Anstieg als Belastung

Wenn die Heizkostenpreise stetig ansteigen, stellt dies eine große Belastung für alle privaten Haushalte dar. Es wird immer schwieriger Geld zu sparen, denn ganz ohne Heizöl oder Erdgas kommt keine Familie mit herkömmlichen Wohnraumheizungen aus. Es gibt aber dennoch Möglichkeiten zu sparen, insbesondere wenn man den Zeitpunkt des Kaufs gut auswählt. Auch wenn der Preis kontinuierlich steigt, gibt es immer wieder Phasen, in denen die Heizkostenpreise etwas niedriger liegen. Zu solchen Zeitpunkten ist ein Kauf günstig, denn dann lassen sich durchaus einige Euro sparen. Doch hier verhält  es sich wie an den Tankstellen. Vorübergehende Preissenkungen im Cent-Bereich bedeuten keine Preissenkung auf Dauer. Fakt ist, die Preise werden immer weiter steigen

Wann aber Heizöl kaufen? Am besten gar nicht. Das geht.

2013 07 17 Oelplatform

 

 

 

 

 

 

 

(Bild Quelle: pixaby)

Die letzten beiden Jahre wurden jeweils als das teuerste Heizöljahr der Geschichte bezeichnet. Vermutlich werden diese Jahre von 2013 überholt. Der kalte und lange Winter in diesem Jahr nötigt viele Kunden während des Jahres nachzutanken. Sie hatten mit weniger Verbrauch gerechnet. Doch die Preise liegen aktuell bei durchschnittlich 85 Cent bei Abnahmemengen von 3000 Litern. Vor 15 Jahren waren fundamentale Daten, wie Lagerbestände oder Transportkosten, für den Preis verantwortlich. Heute sind es der Finanzmarkt und die Politik oder ein langer Winter wie  der letzte.

Die Bundesfraktion der Grünen hat zum „Heizen im deutschen Wärmemarkt“ eine Prognose erstellt. Da heißt, dass die Heizölpreise von 35 Cent pro Liter im Jahr 2002 über 90 Cent in 2012 und weiter auf 131 Cent im  Jahr 2020 und 184 Cent im 2030 klettern werden.

Nochmal zurück auf: Wann Heizöl kaufen? Am besten gar nicht.  Mit der passenden Technik und Standards wie ihn heute ein Passivhaus bietet, geht das. Zusätzliche Optionen wie Photovoltaik, am besten noch mit Batteriespeicher, rechnen sich insbesondere wenn wir die bereits geplanten Umlagen der nächsten beiden Jahre beim Strompreis für erneuerbare Energien betrachten. Die EEG-Umlage gibt das Ökoinstitut für 2014 mit 6,1 Cent je Kilowattstunde an. Für 2015 ist mit einer Umlage von ca. 5 Cent je Kilowattstunde zu Rechnen. Mit diesen planbaren Strompreiskosten und den Fördergeldern der KfW für Batteriespeicher lassen sich die richtigen Überlegungen für die Zukunft anstellen. Spätestens ab 2015 rechnet sich die Investition einer neuen Photovoltaikanlage mit Batteriespeichersystem. Damit soll der selbst produzierte Strom möglichst vollständig für den Eigenverbrauch genutzt werden.  Nach aktuellen Berechnungen liegen die Stromkosten für eine Hauseigene Anlage bei ca. 30 Cent je Kilowattstunde. Ab 2015 liegen die Kosten der Stromanbieter mit EEG-Umlage wohl  deutlich darüber.

Wie groß das Interesse für Stromspeicher nach der Freigabe von Fördergelden ab 1. Mai 2013 ist, zeigte sich im Juni bei der Internationalen Fachmesse  Intersolar in München. Die gut 100 Hersteller und Entwickler von Speichersystemen bekamen eine eigene Halle. Die Fördermaßnahmen und damit verbundenen Verkaufszahlen bewirken einen Forschungs- und Entwicklungsschub für diese Technik. Bedeutet dies doch gleichzeitig eine größere Auswahl und auf die persönlichen Bedürfnisse der Bauherren abstimmbaren Systeme. Mit fallenden Preisen ist für die Zukunft ebenfalls zu rechnen.

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