Fenster holen nicht nur Tageslicht in´s Haus.

 

(Quelle:  Schüco International AG)

(Quelle: Schüco International AG)

 

Sie schaffen Lebensqualität. Sie sind ein wesentlicher Gestaltungsfaktor des Hauses. Für die Optik innen und außen bilden sie ein Gestaltungs- und Designelement mit großem Einfluss auf den Gesamteindruck. Formenvielfalt und der individuelle Geschmack sowie die technischen Möglichkeiten sind ebenfalls Fensterthemen. Im Grunde sind keine Grenzen gesetzt.

 

Die Energiebilanz spielt eine wichtige Rolle. Bei einem Niedrigenergiehaus mit Dreifachverglasung  und einem U-Wert = 0,7, können, nach Abzug von Wärmeverlusten, auf der Südseite pro Jahr bis zu 250 kWh Energie pro Jahr erzielt werden.  Bei einer Fensterfläche von gut 20m² können da ca. 5000 kWh zusammen kommen. Der Wert für eine durchschnittlichen 4-Personen Haushalt.

Über Geschmack, Farben und Formen haben wir schon gesprochen. Normen sind kein Qualitätsnachweis. Dafür muss der Hersteller eigenverantwortlich sorgen. Bei den Materialien herrschen Kunststoff, Holz, Holz-Aluminium oder Aluminium vor. Die Hohlprofile der Kunststofffenster sind meist mit Stahlprofilen  verstärkt. Meist werden sie auch in hellen Farben gewählt da dunkle Farben sich zu sehr aufheizen können, was eine Verformung der Profile nach sich ziehen kann.

Holzfenster finden Gefallen wegen der natürlichen Holzoptik, müssen aber je nach Himmelsrichtung und aussetzen der Witterung  nach 7-10 Jahren neu gestrichen werden.

Metallfenster kommen wegen des hohen Preises überwiegend in öffentlichen Gebäuden und Gewerbebetrieben zum Einsatz. Sie haben eine hohe Festigkeit.

Der sogenannte U-Wert ist mit Sicht auf die Wärmeverluste ein wichtiger Wert. Er wird aus dem Kennwert für den Rahmen (Uf), der Verglasung (Ug) und dem Einbau des Glases gebildet. Es soll darauf geachtet werden, dass nicht der bessere Ug  Wert sondern der Uw Wert genannt wird. Er stellt den besseren Vergleich da und steht für das Gesamte Fenster im montierten Zustand. Also nach dem Einbau.

Gerade bei Passivhäusern spielt die Einbausituation eine große Rolle. Wie im Gesamten Haus dieses Typs heißt es: keine Wärmebrücken bzw. sie vermeiden wo immer es nur geht. Die Fenster und Türen werden hier üblicherweise in die Dämmung eingebaut.

Die Dreifachverglasung, die heute auch schon in vielen herkömmlichen Häusern eingebaut wird, unterscheidet sich noch mal von der bei Passivhäusern. Der Unterschied steckt im Detail und ist nicht direkt erkennbar. Es handelt sich zum einen um besonders isolierte Bereiche in den Kammern des ausgeklügelten Kunststoffprofiles.  Besondere Bedeutung und damit technische Weiterentwicklung hat der Randverbund erfahren. Im gesamten Fensterbereich sind viele technische Lösungen eingeflossen, die in der Summe für einen hervorragenden Wärmedurchgangskoeffizienten sorgen. Also dem U-Wert. Da die Wärmeverluste  über lange Zeit vor allem von der Qualität der Verglasung und Rahmen bestimmt wurden, hat man dem Abstandhalter über geraume Zeit weniger Bedeutung beigemessen. Um bei der Entwicklung der Fenster mit zu halten, reichten die einfachen Aluminiumhalter nicht mehr aus. Denn  in der Summe und  im Detail stellten sie eine nicht unerhebliche Wärmebrücke da. Feststellbar an einer rechnerischen Energiebilanz aber auch optisch am Tauwasser an der Glaskante in der Winterzeit erkennbar.

(Quelle:  Schüco International AG)

(Quelle: Schüco International AG)

 

Wie ernst das Thema heute genommen wird, kommt mit DIN EN ISO 10077 zum Ausdruck. Der Fachmann kann heute klar bestimmte und vergleichbare technische Daten aus dem dafür berechenbaren  Psi-Wert ablesen. Das ist der Lineare Wärmedurchgangskoeffizient des Randverbunds.

 

 

Zurzeit gehört die Fenster-, Glas- und Fassadenbranche zu den innovativsten was die Baubranche zu bieten hat. Nicht zuletzt deswegen kommen so viele technische Änderungen und Neuerungen auf den Markt. Der Nutzkomfort wird beispielsweise mit in den Scheibenzwischenraum integrierten Jalousien verbessert. Elektromechanische Bauteile bringen Komfort in Barrierefreiheit und Sicherheit. Zentralverriegelung für Fenster ist möglich. Der Einbau von Photovoltaikmodulen übernimmt am Tag die Verschattung und erzeugt Energie. Glas lässt sich abdunkeln oder verfärben.

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