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Guangzhou, Showroom der Fa. Shaoguan

 

Im Januar 2012 besichtigte eine chinesische Delegation Sommer Passivhäuser. Darunter das Studentenwohnheim „Flux 7“ in Hürth. Ein energiesparendes und Ressourcen schonendes Projekt mit 312 Wohneinheiten in Passivhausbauweise zog das Interesse der Besucher im Auftrag der Ministerien für Boden und Ressourcen sowie Wirtschaft und Technik auf sich.

Im November 2013 machte sich wieder eine Delegation von chinesischen Investoren auf den Weg nach Erkelenz. Wieder galt das Interesse innovativer Gebäudetechnologie in Passivhaustechnik. Wohn- und Gewerbegebäude sowie ein weiteres Studentenwohnheim wurden besichtigt. Ebenfalls Ziel der Delegation war die Fa. Swentibold aus den Niederlanden. Sie repräsentiert bereits seit 25 Jahren wegweisende Entwicklung und sachverständige Ausarbeitung von Lüftung, Klima- und Wärmerückgewinnungssystemen. Sie ist damit ein kompetenter Partner auf diesem Gebiet und ein langjähriger Partner der Fa. Sommer Passivhaus GmbH.

Die chinesische Regierung hat in ihrem aktuellen Fünfjahresplan in Artikel 10: Förderung „Strategischer neuer Industrien“ als eine der sieben Zukunftsindustrien die Energieeinsparung und Umweltschutz benannt.  Die finanzielle Unterstützung dieser Industriezweige ist u.a. auch durch Steuervergünstigungen und Fördermittel in großem Umfang sichergestellt. Ein neues nationales Bewusstsein für die nachhaltige ökologische Entwicklung soll gefördert werden. Die drastische Reduktion der Energieintensität ist als verbindliches Planziel vorgeben. Warum ist das Interesse der Chinesen für deutsche Passivhaustechnologie so groß? Wer die Bilder von Peking sieht, wie Menschen mit Mundschutz im wabernden Smog laufen, ahnt, wie gewaltig die Aufgaben für den Umweltschutz in China sind. Große Summen an Fördergelder werden bereitgestellt und gewaltige Planungen laufen.

Juni 2014. Erste Ergebnisse für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit China. In der Nähe von Peking entsteht ein Multifunktionales Bürogebäude für ca. 200 Mitarbeiter. Auf einer Fläche von ca. 1000 m² werden Büro-, und Ausstellungsflächen sowie ein Gastronomiebereich entstehen. Wegen der besonderen geographischen Lage ist eine größere Kühl- als Heizleistung erforderlich. Die Planung für das Projekt in China hat eines der namhaftesten Architekturbüros von Peking erstellt. Ein chinesischer Hersteller baut erstmals Fenster im Passivhausstandard. Nach dem Vorbild Deutscher Fensterhersteller werden die Fenster bei einer ortsansässigen Firma extra für das Bauvorhaben gefertigt. Die Wände entstehen aus Fertigelementen. Sie enthalten bereits das Wärmedämmverbundsystem und werden zweischalig ausgelegt. Das Planungsteam im Haus der Sommer Passivhaus GmbH, bestehend aus Hochbauexperten im Bereich Bauphysik und technischer Gebäudeausstattung, haben das Energiekonzept für das etwas andere Gebäudekonzept erarbeitet.

September 2014. Gespräche, Vereinbarungen und Verträge für ein Passivhaus-Muster-Projekt in Shaoguan. Das in 2013 neu gegründete Unternehmen Yueshang besteht aus 8 börsendotierten Unternehmen. Die Unternehmer haben gute Kontakte zu Regierungsbehörden und Ministerien. Der Themenbereich für die Gesellschafter ist die Errichtung von wissenschaftlichen Industrieparks zum Thema Effizienz in Gebäuden und Industrie. Eine Delegationsreise war Auslöser, sich für Passivhäuser und entsprechende effiziente Technologien zu entscheiden. Seit dem wurden in den letzten 6 Monaten Gespräche auch mit Regierungsbehörden und Ministern geführt um Förderungen, Grundstücke und Unterstützung für Pilot- und Mustersiedlungen zu erhalten. Das erste Bauvorhaben ist bereits gesichert und das Grundstück erworben. Hierbei handelt es sich ein Projekt mit einem Bauvolumen von 60.000 m² als Passivhausprojekt mit Villen, Bürogebäuden und einem Hotel. Wie wichtig eine reale Referenz in China ist, wird deutlich, wenn man weiß, dass in China bisher beim Bauen „nur“ nur den Preis geschaut wurde. Nachhaltiges Bauen bzw. nachhaltige Betriebskosten waren nicht von großem Interesse. Das Kernproblem ist aber laut Herrn Li, Chef von Yueshang, aufgedeckt und zusammen mit der Regierung und großen Partnern in China soll dieses sukzessive gelöst werden. Das heißt, Themen wie Umweltschutz, Behaglichkeit, Nachhaltigkeit und Effizienz soll verbreitet und vermarktet werden. Das muss aber in der Bevölkerung ankommen. Ziel ist es das Interesse soweit zu wecken, dass jeder nach dem Passivhausstandard bauen will. Das geht am besten mit einem Musterprojekt. Herr Wang (Vize Bürgermeister & Chef des Industrie- und Wissenschaftsparks der Region) stellte klar, dass die Regierung das Projekt unterstützt. Er verweist auf das Abkommen zwischen Angela Merkel und Ministerpräsident Lee, die vor kurzem zum Thema Passivhaus ein Abkommen geschlossen haben.

 

QHDZ (Qingyuan Hightech Industrial Developement Zone) und Projektbesichtigung vor Ort

Weitere 2 Grundstücke und Musterprojekte für weitere Städte sind geplant.

Geplant ist parallel ein Forschungszentrum /Institut für den Passivhausstandard und für den Ausbau der Technik und Technologien. Für das Unternehmen Yueshang Hi-Tech ist es wichtig, dass die Firmen aus der EU selbst Produktionsstätten in China aufbauen. Mit den Technologien vor Ort ist das Vorhaben den Innovations-Wirtschaftspark in einem realistischen Kostenrahmen zu halten.

Die Unterzeichnung der Verträge für die Planung des Musterprojekts ist Mitte Dezember 2014.

Verantwortlich für das gesamte Musterprojekt ist das Planungsinstitut der Provinz Guangdong. Die Fa. Sommer Passivhaus International begleitet die Planung und erstellt die Passivhaustechnik und das gesamte Preisangebot. Die Fa. Shaoguan ist verantwortlich für die gesamten Bauarbeiten sowie die Montage der Anlagen.

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